Die Ausstellung

Die weltbesten Pressefotos 2020 zum fünften Mal in Oldenburg

Foto: Chris McGrath, Getty Images

Die World-Press-Photo-Ausstellung zieht Jahr für Jahr Millionen Besucher in ihren Bann. Kein Wunder: Sie zeigt die Welt so, wie sie ist. Pressefotografen liefern dafür preisgekrönte Bilder aus allen Ecken der Welt. Viele sind bedrückend, manche grausam, alle authentisch.

Seit Anfang der 1960er Jahre werden die besten Fotos des Wettbewerbs in einer Wanderausstellung gezeigt, inzwischen in über 100 Städten in rund 50 Ländern. Darunter sind Metropolen wie Toronto, Paris und Singapur sowie etliche kleinere Städte. Immer öfter macht sie auch an Standorten in Afrika oder Lateinamerika Station.

In Oldenburg ist die Ausstellung seit 2016 regelmäßig zu Gast. Zuvor war sie im deutschen Nordwesten noch nie zu sehen gewesen. Der Oldenburger Medienmanager Claus Spitzer-Ewersmann hatte sie erstmals in seine Heimatstadt geholt, mit seiner Agentur Mediavanti ist er auch weiterhin Veranstalter der Ausstellung. Sie umfasst rund 150 Aufnahmen aus zehn Kategorien. Zu sehen sind die Bilder und Fotoserien, die im Wettbewerb jeweils die ersten drei Plätze belegten.

Der Preis „Photo of the Year“ ging 2019 an den amerikanischen Fotografen John Moore (Getty Images). Seine Aufnahme „Crying Girl on the Boarder“ zeigt ein kleines Mädchen aus Honduras, das an der US-Grenze zu Mexiko vorübergehend von seiner Mutter getrennt wurde und symbolisch für die Folgen der Flüchtlingspolitik von Präsident Trump steht. Erstmals vergeben wurde 2019 auch ein gleichrangiger Preis für die „Story of the Year“. Er ging an den niederländischen Fotografen Pieter ten Hoopen für seine Serie „The Migrant Caravan“.

Foto: Mediavanti

Der Wettbewerb um das „Photo of the Year“

Die Idee stammt aus den Niederlanden. 1954 riefen hier Pressefotografen einen internationalen Wettbewerb ins Leben, um ihre Arbeit mit der von Kollegen zu vergleichen. 42 Fotografen aus elf Ländern nahmen an der Premiere mit 310 Bildern teil. Seitdem wird der Wettbewerb jährlich durch die gemeinnützige World Press Photo Foundation mit Sitz in Amsterdam organisiert. Am aktuellen Wettbewerb beteiligten sich 4.738 professionelle Fotografen aus 125 Ländern mit 78.801 Aufnahmen. Hauptpreis ist der mit 10.000 Euro dotierte Titel „Pressefoto des Jahres“. Er geht an ein Bild, das „ein Thema, eine Situation oder ein Ereignis von hoher journalistischer Bedeutung zeigt und dies in einer Weise, die ein außergewöhnliches Maß an visuellem Wahrnehmungsvermögen und Kreativität beweist“. Ebenfalls mit 10.000 Euro honoriert wird die „Pressestory des Jahres“. Daneben vergibt eine Jury aus internationalen Experten Preise in zurzeit zehn Kategorien. Die World Press Photo Foundation sieht ihre Hauptaufgabe darin, die Arbeit professioneller Pressefotografen zu unterstützen. Zusätzlich zum Wettbewerb befasst sie sich mit aktuellen Entwicklungen im Fotojournalismus. Dazu zählen auch Förderprojekte. So werden mehrmals im Jahr Seminare für Fotografen, Fotoagenturen und Bildredakteure in aller Welt veranstaltet.

Foto: Andreas Burmann

World Press Photo Exhibition 2019

15. Februar bis 8. März 2020

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Oldenburg (Schloss)

Foto: Mediavanti

World Press Photo Oldenburg - Der Film

Digital Storytelling.

Bilder, die (sich) bewegen

Foto: Frank van Beek, Hollandse Hoogte

Digital Storytelling – Die Zukunft des Bildjournalismus

Digitale Technologien verändern, wie Geschichten produziert und konsumiert werden. Das digitale Geschichtenerzählen vereint Text, Bild, Animation und Film zu umfassenden Beiträgen. Im Digital Storytelling Contest zeichnet die World Press Photo Foundation die besten Formen des visuellen Journalismus aus, die durch diese Veränderungen möglich geworden sind. Seit 2011 gibt es einen eigenen Wettbewerb dafür, zunächst unter dem Namen „Multimedia Contest“. Für den Jahrgang 2019 wählte die Jury erneut unter mehr als 300 Produktionen die besten Beiträge des Jahres aus. Die folgenden sind während der World-Press-Photo-Ausstellung in Oldenburg an einem Terminal zu sehen:
  • „In the Absence“ (Field of Vision) 
  • Unprotected“ (ProPublica / BBC News) 
  • Notes From Aleppo“ (Paradox) 
  • „Flint is a Place“ (Zackary Canepari) 
  • Marielle and Monica“ (Fábio Erdos / The Guardian) 
  • I Just Simply Did What He Wanted“ (Emily Kassie / The New York Times) 
  • Ghadeer“ (Chiara Avesani / Matteo Delbò)
  • World Press Photo Interactive of the Year: The Last Generation (FRONTLINE / The GroundTruth Project)
  • World Press Photo Online Video of the Year: The Legacy of the Zero Tolerance Policy: Traumatized Children With No Access to Treatment (Univision News Digital) 
Foto: Frank van Beek, Hollandse Hoogte

Digital Storytelling – Die Zukunft des Bildjournalismus

Digitale Technologien verändern, wie Geschichten produziert und konsumiert werden. Das digitale Geschichtenerzählen vereint Text, Bild, Animation und Film zu umfassenden Beiträgen. Im Digital Storytelling Contest zeichnet die World Press Photo Foundation die besten Formen des visuellen Journalismus aus, die durch diese Veränderungen möglich geworden sind. Seit 2011 gibt es einen eigenen Wettbewerb dafür, zunächst unter dem Namen „Multimedia Contest“. Für den Jahrgang 2019 wählte die Jury erneut unter mehr als 300 Produktionen die besten Beiträge des Jahres aus. Die folgenden sind während der World-Press-Photo-Ausstellung in Oldenburg an einem Terminal zu sehen:
  • „In the Absence“ (Field of Vision) 
  • Unprotected“ (ProPublica / BBC News) 
  • Notes From Aleppo“ (Paradox) 
  • „Flint is a Place“ (Zackary Canepari) 
  • Marielle and Monica“ (Fábio Erdos / The Guardian) 
  • I Just Simply Did What He Wanted“ (Emily Kassie / The New York Times) 
  • Ghadeer“ (Chiara Avesani / Matteo Delbò)
  • World Press Photo Interactive of the Year: The Last Generation (FRONTLINE / The GroundTruth Project)
  • World Press Photo Online Video of the Year: The Legacy of the Zero Tolerance Policy: Traumatized Children With No Access to Treatment (Univision News Digital) 

Photo Contest

Kategorie "Aktuelle Themen"
In dieser Kategorie geht es um Bilder oder Geschichten, die wichtige kulturelle, politische oder soziale Probleme des Jahres dokumentieren.
Kategorie "Umwelt"
Wie wirkt sich menschliches Handeln auf die Umwelt aus - positiv wie negativ? Mut dieser Frage befasst sich die jüngste Kategorie des Wettbewerbs.
Kategorie "Reportagen"
Hier werfen Fotoreporter einen Blick hinter die Fassade einer Nachricht und geben einen tieferen Einblick in das Geschehene.
Kategorie "Langzeitprojekte"
Ein Projekt zu einem einzigen Thema, das über mindestens drei Jahre verfolgt wurde. Die Beiträge können zwischen 24 und 30 Bilder enthalten.
Kategorie "Natur"
Tiere und Pflanzen in ihrem natürlichen Umfeld und bevorzugt aus eher wenig beachteten Regionen stehen im Mittelpunkt dieser beliebten Kategorie.
Kategorie "Porträts"
Um ein ausdrucksstarkes Porträt einer Person oder einer Gruppe zu machen, muss sich der Fotograf so weit möglich in deren Lebenssituation hineinversetzen.
Kategorie "Sport"
Weniger das 1:0 als der Hintergrund sportlicher Leistungen sind in dieser Rubrik gefragt, die die ganz besonderen Momente präsentiert.
Kategorie "Harte Fakten"
In den Bildern dieser Kategorie spiegeln sich spektakuläre Ereignisse des vergangenen Jahres wider und lassen sie noch einmal neu aufleben.
Foto: Pieter ten Hoopen_Agence Vu_Civilian Act_Online

#WPPOL

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Digital Storytelling Contest

Kategorie "Interactive of the Year"
Der Interactive of the Year Award wurde eingeführt, um die Produktion zu prämieren, die ein ansprechendes interaktives Storytelling durch gekonntes Redigieren und Entwerfen sowie eine effektive Synergie von Form und Inhalt schafft.
Kategorie "Online Video of the Year"
Mit der Auszeichnung zum Online-Video des Jahres wird ein für das Internet produziertes Video ausgezeichnet, das durch geschickte Bearbeitung und audiovisuelle Gestaltung eine überzeugende Geschichte mit Wirkung erzählt.

Geschichte und Geschichten