Die Ausstellung

Die weltbesten Pressefotos in Oldenburg

Foto: Ronaldo Schemidt

Die World-Press-Photo-Ausstellung zieht Jahr für Jahr Millionen Besucher in ihren Bann. Kein Wunder: Sie zeigt die Welt so, wie sie ist. Pressefotografen liefern dafür preisgekrönte Bilder aus den entlegensten Ecken der Welt. Viele sind bedrückend, manche grausam, alle authentisch.

Seit Anfang der 1960er Jahre werden die Siegerfotos aller Kategorien in einer Wanderausstellung gezeigt, inzwischen in über 100 Städten in rund 50 Ländern. Darunter sind Metropolen wie Toronto, Paris und Singapur sowie etliche kleinere Städte. Immer öfter macht sie auch in Entwicklungsländern Station.

Seit 2016 ist die Ausstellung regelmäßig in Oldenburg zu Gast. Zuvor war sie im Nordwesten Deutschlands nicht zu sehen gewesen. Der Oldenburger Medienmanager Claus Spitzer-Ewersmann hatte sie erstmals in seine Heimatstadt geholt und ist mit seiner Agentur Mediavanti auch weiterhin Veranstalter der Ausstellung. Sie umfasst rund 150 Aufnahmen aus acht Kategorien. Zu sehen sind die Bilder, die jeweils die ersten drei Plätze belegten.

Der Preis „Photo of the Year“ ging 2018 an den venezolanischen Fotografen Ronaldo Schemidt (Agence France Press). Das Bild zeigt eine Szene aus Venezuelas Hauptstadt Caracas. Am Rande der Proteste gegen Präsident Maduro fing José Víctor Salazar Balza bei der Explosion eines Motorrads Feuer. In hellen Flammen rannte er direkt an Schemidt vorbei. Der spürte die Hitze hinter sich, drehte sich um und fotografierte. Die Jury attestierte dem Foto eine hohe Dynamik und Symbolkraft:  „Ein Land in Flammen“.

Foto: Mediavanti

Der Wettbewerb um das „Photo of the Year“

Die Idee stammt aus den Niederlanden. 1954 riefen hier Pressefotografen einen internationalen Wettbewerb ins Leben, um ihre Arbeit mit der von Kollegen zu vergleichen. 42 Fotografen aus elf Ländern nahmen an der Premiere mit 310 Bildern teil. Seitdem wird der Wettbewerb jährlich durch die gemeinnützige World Press Photo Foundation mit Sitz in Amsterdam organisiert. Am aktuellen Wettbewerb beteiligten sich 4.548 professionelle Fotografen aus 125 Ländern mit 73.044 Aufnahmen. Hauptpreis ist der mit 10.000 Euro dotierte Titel „Pressefoto des Jahres“. Er geht an ein Bild, das „ein Thema, eine Situation oder ein Ereignis von hoher journalistischer Bedeutung zeigt und dies in einer Weise, die ein außergewöhnliches Maß an visuellem Wahrnehmungsvermögen und Kreativität beweist“. Daneben vergibt eine Jury aus internationalen Experten Preise in zurzeit zehn Kategorien. Die World Press Photo Foundation sieht ihre Hauptaufgabe darin, die Arbeit professioneller Pressefotografen zu unterstützen. Zusätzlich zum Wettbewerb befasst sie sich mit aktuellen Entwicklungen im Fotojournalismus. Dazu zählen auch Förderprojekte. So werden mehrmals im Jahr Seminare für Fotografen, Fotoagenturen und Bildredakteure in aller Welt veranstaltet.

Foto: Andreas Burmann

World Press Photo Exhibition 2018

16. Februar bis 10. März 2019

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Oldenburg (Schloss)

Foto: Mediavanti

World Press Photo Oldenburg - Der Film

Digital Storytelling.

Bilder, die (sich) bewegen

Foto: Andreas Burmann

Digital Storytelling – Die Zukunft des Bildjournalismus

Digitale Technologien verändern, wie Geschichten produziert und konsumiert werden. Das digitale Geschichtenerzählen vereint Text, Bild, Animation und Film zu umfassenden Beiträgen. Im Digital Storytelling Contest zeichnet die Foundation die besten Formen des visuellen Journalismus aus, die durch diese Veränderungen möglich geworden sind. Seit 2011 gibt es einen eigenen Wettbewerb dafür, zunächst unter dem Namen „Multimedia Contest“. Für den Jahrgang 2018 wählte die Jury unter 308 Produktionen die zwölf besten Beiträge des Jahres aus. Sie sind während der World-Press-Photo-Ausstellung in Oldenburg in einer Sonderschau zu sehen. Bei einigen Produktionen navigieren sich die Besucher selbst durch die Erzählungen, andere laufen wie ein Film ab. Hier können Sie zwei der Siegerbeiträge vorab sehen: „Under a Cracked Sky“ „Finding Home“
Foto: Andreas Burmann

Digital Storytelling – Die Zukunft des Bildjournalismus

Digitale Technologien verändern, wie Geschichten produziert und konsumiert werden. Das digitale Geschichtenerzählen vereint Text, Bild, Animation und Film zu umfassenden Beiträgen. Im Digital Storytelling Contest zeichnet die Foundation die besten Formen des visuellen Journalismus aus, die durch diese Veränderungen möglich geworden sind. Seit 2011 gibt es einen eigenen Wettbewerb dafür, zunächst unter dem Namen „Multimedia Contest“. Für den Jahrgang 2018 wählte die Jury unter 308 Produktionen die zwölf besten Beiträge des Jahres aus. Sie sind während der World-Press-Photo-Ausstellung in Oldenburg in einer Sonderschau zu sehen. Bei einigen Produktionen navigieren sich die Besucher selbst durch die Erzählungen, andere laufen wie ein Film ab. Hier können Sie zwei der Siegerbeiträge vorab sehen: „Under a Cracked Sky“ „Finding Home“

Photo Contest

Kategorie "Aktuelle Themen"
Einzelne Bilder oder Geschichten, die kulturelle, politische oder soziale Probleme dokumentieren, die Einzelpersonen oder Gesellschaften betreffen.
Kategorie "Umwelt"
Einzelne Bilder oder Geschichten, die die positive oder negative Auswirkung des Menschen auf die Umwelt dokumentieren.
Kategorie "Reportagen"
Einzelne Bilder oder Geschichten, die ausführlich über Nachrichtenthemen und deren Folgen berichten.
Kategorie "Langzeitprojekte"
Ein Projekt zu einem einzigen Thema, das über mindestens drei Jahre hinweg gedreht wurde. Die Einträge können zwischen 24 und 30 Bilder enthalten.
Kategorie "Natur"
Einzelne Bilder oder Geschichten, die Flora, Fauna und Landschaft in ihrem natürlichen Zustand zeigen.
Kategorie "Porträts"
Einzelbilder oder Geschichten von einzelnen Personen oder Gruppen, entweder in beobachtenden oder posierten Portraits.
Kategorie "Sport"
Einzelne Bilder, Geschichten oder Portfolios, die Einzel- oder Teamsportarten erfassen.
Kategorie "Harte Fakten"
Einzelne Bilder oder Geschichten zu aktuellen Ereignissen.
Foto: Kadir van Lohuizen

#WPPOL

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Digital Storytelling Contest

Kategorie "Interaktiv"
Eine interaktive visuelle Geschichte, die Betrachtern ein intensives, innovatives Erlebnis bietet und Fotografie und/oder Film in Kombination mit Animationen, Grafiken, Ton oder Text enthält.
Kategorie "Immersive"
Eine visuelle Geschichte oder ein Projekt, das fürs Web in einer anderen Form als Video erstellt wurde und dessen Design ein beeindruckendes visuelles Erlebnis für den Benutzer schafft.
Kategorie "Long Form"
Eine einzelne lineare Erzählung oder eine Reihe linearer Erzählungen zu einem einzigen Thema, die als Video fürs Web produziert werden und insgesamt maximal 30 Minuten dauern.
Kategorie "Short Form"
Eine einzige lineare Erzählung, die als Video für das Web produziert wird und nicht länger als 10 Minuten dauert.

Geschichte und Geschichten