Immer wieder den Blick über den Tellerrand wagen

Interview mit OLB-Vorstand Karin Katerbau zur Unterstützung der Ausstellung

Foto: Mediavanti

Eine Ausstellung in der Größenordnung der World Press Photos zu realisieren, ist ohne Unterstützung von Sponsoren und Förderern nicht mehr denkbar – jedenfalls dann, wenn man die Eintrittspreise moderat halten will. Die Ausstellung in Oldenburg ermöglicht ein großer Kreis an Partnern. Viele davon engagieren sich bereits seit der ersten Durchführung 2016, etwa die Oldenburgische Landesbank. OLB-Vorstandsmitglied Karin Katerbau erläutert die Motive des Unternehmens.

Frage: Frau Katerbau, die OLB ist seit der Premiere 2016 fester Partner der World-Press-Photo-Ausstellung in Oldenburg. Was macht für Sie die Unterstützung reizvoll?

Karin Katerbau: Jahr für Jahr sehen Millionen Besucher weltweit die World Press Photo Ausstellung. Die preisgekrönten Bilder der Ausstellung ermöglichen einen ganz besonderen Blick auf die Welt. Und dass wir diese Fotos, die so viele große und kleine Geschichten schreiben, hier in Oldenburg zu sehen bekommen, ist fantastisch. Wir finden es wichtig, immer wieder den Blick über den Tellerrand zu wagen und haben direkt bei der ersten Anfrage unsere Förderung zugesagt.

Foto: OLB

Frage: „World Press Photo“ ist eine internationale Marke, die Ausstellung hier in Oldenburg aber auch stark regional verwurzelt, etwa durch das Rahmenprogramm. Wie wichtig ist das für Sie?

Die internationale Ausstellung ist ein Imagegewinn für die Stadt und zieht auch Gäste aus der Region an. In den vergangenen vier Jahren haben sich rund 70.000 Besucher mit den Arbeiten der weltbesten Pressefotografen in Oldenburg befasst. Durch das Rahmenprogramm bekommt die Ausstellung einen besonderen regionalen Bezug, da neben den internationalen Gästen auch viele Oldenburger hier ihren Beitrag leisten. Auch in diesem Jahr findet wieder eine Veranstaltung bei uns in der OLB statt, und ich bin gespannt wie die Frage der Podiumsdiskussion „Idyll oder Schock – Wie politisch sind Naturfotos?“ beantwortet wird.

Grundsätzlich betrachtet: Worauf legen Sie bei Projekten, die Sie unterstützen, besonderen Wert?

Uns ist es wichtig gemeinsam mit unseren Projektpartnern kontinuierlich wichtige Themen weiterzuentwickeln und die Region zu stärken. Innovative Themen fördern wir besonders gern, wobei wir immer großen Wert auf Qualität und Professionalität legen. Alle Projekte müssen zu uns passen.

Zeichnen sich Wirtschaft und Kultur eher durch Gemeinsamkeiten oder eher durch Gegensätze aus?

Ich finde es wichtig, dass Wirtschaft und Kultur Hand in Hand gehen – egal ob sie sich durch Gemeinsamkeiten oder Gegensätze auszeichnen. Denn gemeinsam können Wirtschaft und Kultur viel bewegen und Neues schaffen.

Kann Sponsoring von Unternehmen die Kommunen aus der Pflicht nehmen, Kultureinrichtungen und -Events angemessen zu unterstützen?

Nein. Eine kulturelle Grundversorgung der Bürger sicherzustellen ist kommunale Aufgabe. Wir sehen unsere gezielte finanzielle Unterstützung als Ergänzung und oft auch als Aufbauarbeit, um Projekte mit zu entwickeln und die Region für die Menschen noch attraktiver zu machen.

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Claus Spitzer-Ewersmann

Ohne Claus Spitzer-Ewersmann würde die World-Press-Photo-Ausstellung in Oldenburg wohl kaum Station machen. Der Agenturchef gab 2015 den Anstoß, die Bilderschau in seine Heimatstadt zu holen und freut sich noch immer, dass die Idee auf fruchtbaren Boden fiel und weiterhin auf großen Zuspruch beim Publikum stößt.

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