Sechs aus 73.044

Die Bekanntgabe des Pressebilds des Jahres ist spannender denn je

Welches Bild wird das nächste Pressefoto des Jahres? Diese Frage beantwortete die World Press Photo Foundation in den letzten Jahren stets auf einer internationalen Pressekonferenz Mitte Februar. Am nächsten Tag gab es dann die Siegeraufnahme in allen wichtigen Medien zu sehen. Diesmal ist das anders: Die Veranstalter des weltweit renommiertesten Wettbewerbs im Bildjournalismus ändern den Modus.

Gleich bleibt die vorausgehende intensive Arbeit der Jury. Ihre Mitglieder haben in den vergangenen Wochen insgesamt 73.044 Aufnahmen von 4.548 Fotografen aus 125 Ländern gesichtet. Inzwischen steht nach dem langwierigen Auswahlmarathon in jeder der acht Kategorien (neu dabei: Umwelt) der Kreis der Nominierten für die ersten drei Plätze fest. Sie werden am 14. Februar ebenso vor der Presse in Amsterdam bekanntgegeben, wie die Top-Produktionen des Digital Storytelling Wettbewerbs.

Bis zur Bekanntgabe der genauen Ergebnisse vergehen anschließend allerdings noch zwei Monate. Sie erfolgt am 12. April anlässlich des World Press Photo Festivals in der niederländischen Metropole. Und hier wird dann auch verkündet, welcher Fotograf das „Pressefoto des Jahres“ geschossen hat. Grundlage dafür ist erstmals eine Shortlist mit sechs Kandidaten, die ebenfalls am 14. Februar veröffentlicht wird.

Warum das alles? Die World Press Photo Foundation befindet sich im Wandel. Die Stiftung ist bemüht, die wichtige Arbeit der Fotografen und digitalen Geschichtenerzähler sichtbarer werden zu lassen als bisher. Langfristig hält man in Amsterdam beispielsweise eine Fernsehübertragung der Preisverleihung für erstrebenswert. Das neue Verfahren, das mehr Spannung verspricht, soll die Chancen dafür erhöhen. Eine TV-Show für die Pressefotos des Jahres – so die Vision. Warum eigentlich nicht?

 

Text: Claus Spitzer-Ewersmann
Foto: World Press Photo Foundation

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Claus Spitzer-Ewersmann

Den Gesamtüberblick behalten! Das sagt sich so leicht – vor allem bei einem Projekt mit so vielen Facetten wie der World-Press-Photo-Ausstellung. Claus Spitzer-Ewersmann gelingt es dennoch. Vor allem, weil es sich hier um ein Projekt handelt, an dem ihm besonders viel liegt. Er selbst hat 2015 den Anstoß gegeben, die Bilderschau in seine Heimatstadt zu holen und freut sich noch heute, dass die Idee auf fruchtbaren Boden fiel.

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