Über geteilte Gedankenwelten

Wer denkt, eine Museumsaufsicht würde nur rumsitzen und Däumchen drehen, der hat sich geirrt!

Selbst wenn er in manchen Fällen sogar Recht haben sollte – bei der World Press Photo-Ausstellung sind es nicht nur die Bilder, die begeistern: Die Besucher reisen von nah und fern an. Schulkinder und Rentner, Jugendliche und junge Erwachsene – sie alle scheinen gleichermaßen fasziniert von den Eindrücken der journalistischen Fotografie. Und sie alle zeigen ihr Interesse, ihre Emotionen, ihre Gefühle offenkundig und ehrlich, sind begeistert und verletzt zugleich, traurig und verzaubert. Denn sie sehen Dinge, von denen sie sonst nur hören, entdecken Neues oder lassen sich einfach von der Kunst der Fototechnik inspirieren.
Dann suchen sie das Gespräch, wollen ihre Emotionen mitteilen und weihen die Aufsicht in ihre Gedankenwelt ein.

 

Gäste teilen ihre Eindrücke mit der Aufsicht – und ihr Besuchergesicht über das digitale Gästebuch und agieren dazu gekonnt mit den Bildmotiven.Das bedeutet auch für die Aufsicht viele Eindrücke, von bewegend bis witzig. Wenn man dann noch zum Dank oder einfach nur so ein paar nette Worte gesagt oder sogar eine kleine Tüte Gummibärchen in die Hand gedrückt bekommt, spätestens dann ist klar: Die Schicht hat sich gelohnt.

 

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Janina Gruendemann

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