Was zählt, ist der Augenblick

Sport und Festivals sind Ulf Dudas Metier – die EWE Arena bezeichnet der Fotograf als sein Wohnzimmer. „Was für Pressefotografen zählt? Der Moment“, gibt er bei einem Empfang der Oldenburgischen Landesbank, Hauptsponsor der World Press Photo-Ausstellung Oldenburg, zu verstehen und zeigt einige seiner Arbeiten.

„Die Tätigkeit ist stressig, aber toll!“ Jedes Event, jedes Bild sei für den Fotografen eine neue Herausforderung. Man könne nie wissen, was für ein Motiv schließlich wirklich herauskäme. Für Ulf Duda sind jene Ergebnisse von besonderer Bedeutung, die zum Grübeln anregen: „Es ist schön, wenn man erst einmal überlegen muss – dann bleibt das Bild wirklich hängen. Denn dann macht sich der Betrachter erst Gedanken über die Entstehung und über die Geschichte dahinter.“

 

Im Verlauf des Abends hebt der Sportfotograf eines seiner Bilder hervor, auf dem sich die Gäste und die Spieler einer Basketballpartie freuen. „Jeder kann sagen, dass alle gejubelt haben, aber nichts kann die Emotionen dabei so stark und so genau einfangen und ausdrücken wie ein Foto.“ Er setze sich mit Themen, nicht mit dem direkten Motiv auseinander. Vorbereitung, wie zum Beispiel die Wahl der Perspektive und ein Konzept, seien für die resultierende Wirkung zwar wichtig und unabdingbar, jedoch spiele die Prise Glück die maßgebendere Rolle. Und genau darum gehe es beim World Press Photo Contest: „Hier darf nicht geschummelt werden, kein Fotograf darf Photoshop oder Filter verwenden. Er darf nur minimal nachjustieren. Derjenige, der das Bild macht, setzt zwar den Fokus aber am wichtigsten ist der konkrete und hoffentlich der genau richtige Augenblick.“

Die Gäste des Empfangs hörten mit großem Interesse zu und widmeten sich anschließend voll und ganz der Ausstellung.

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Janina Gruendemann

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